Geschichtlicher Überblick

BaugeschichteBitte auf das Bild klicken

1110
Graf Adolf I. (1106 - 1130) von Schauenburg wird von Herzog Lothar von Süpplingenburg mit der Grafschaft Holstein belehnt.
Aus dieser Zeit stammt die erste Erwähnung der Schauenburger Grafen und der Schauenburg im Wesertal.

1143
Graf Adolf II. (1130 - 1164) gründet die Stadt Lübeck, um das Jahr 1143/44 erneut.

1164
Adolf III. (1164 - 1225) gründet die Hamburger Neustadt, die Keimzelle des heutigen Hamburg. Die Siedlung erhält durch ein kaiserliches Diplom am 7. Mai 1189 handels- und stadtrechtliche Privilegien.

1224
In der Schlacht von Bornhöved im Jahre 1227 schlägt Adolf IV. (1224 - 1239) die Dänen und beendet ihre vorherrschende Stellung im Ostseeraum. Er gründet die Städte Rinteln, Stadthagen sowie Oldendorf, 1239 begibt er sich in das Hamburger Maria-Magdalenen Kloster.
Sowohl die Holsteiner als auch die Schaumburger führen seit 1229 das Nesselblatt im Wappen.

1241
Die Söhne Adolfs IV. Gerhard I. und Johann I. verwalten das Land noch gemeinsam, ihre Söhne teilen das Land unter sich auf und es zerfällt in fünf Grafschaften. Holstein-Kiel, Holstein-Rendsburg, Holstein-Plön, Holstein-Segeberg und Holstein-Pinneberg.

1273
Adolf V. (1273-1308) wird Graf von Holstein-Segeberg. Nach seinem Tod fällt sein Anteil an die übrigen Linien.

1290
Im Rahmen einer Erbteilung erhält Adolf VI. (1290-1315) das Schaumburger Gebiet und wird zum Begründer des "Jüngeren Hauses Schaumburg", seine Brüder herrschen in Holstein. Adolf VI. baut die Wasserburg Bückeburg am "Helweg vor dem Sandforde". Der Name wird von einer bei Obernkirchen wüstliegenden Burg übernommen und erstmals 1304 urkundlich erwähnt.

1390
Nach dem Tode Adolfs VII. (1359-1390) fallen die Linien Holstein-Plön und Holstein-Kiel an die Rendsburger Linie.

1459

Mit Adolf VIII. (1427-1459) stirbt das Haus Holstein-Rendsburg aus.

1460
Im Vertrag von Riepen muss sich der dänische König verpflichten, Holstein und Schleswig stets gemeinsam zu regieren (up ewig ungedeelt).
Den Schaumburgern bleibt im Norden nur noch die Grafschaft Holstein-Pinneberg.

1544
Graf Otto IV. (1544 - 1576) führt die Reformation in Schaumburg ein und baut die alte Burg zum Schloss im Stil der Weserrenaissance aus.

1601

Graf Ernst (1601 - 1622), seit 1619 Fürst des Reiches, erhebt Bückeburg 1607 zur Residenz. Als bedeutender Kunstmäzen baut er Schloss und Stadt prunkvoll aus und erweitert den Schlossbezirk.
Es entstehen die Stadtkirche, das Schlosstor und die Ausschmückung des Goldenen Saales im manieristischen Stil  unter Ebert Wolf dem Jüngeren. Die Schlosskapelle wird überreich ausgestattet.
Die Hofkapelle genießt großes Ansehen. Für Ernst arbeiten die Maler Joseph Heintz d. Ä. und Johannes Rottenhammer, die Baumeister Giovanni Maria Nosseni und Anton Boten, der Bildhauer Adrian de Vries sowie der Orgelbauer Adolf Compenius.
Ernst gründet 1610 in Stadthagen ein Akademisches Gymnasium,
das mit kaiserlichem Privileg 1622 als Universität nach Rinteln verlegt wird. Ebenfalls in Stadthagen beginnt er 1620 mit dem Bau eines Mausoleums, seine Frau Hedwig vollendet nach seinem Tod den Bau.

1640
Mit Otto V. sterben die Grafen zu Holstein-Schaumburg in männlicher Linie aus.

1647
Nachdem Braunschweig-Lüneburg sein Lehensgebiet um Lauenau eingezogen hat, wird die Grafschaft unter Hessen und Lippe geteilt. Der lippische Anspruch rührt von Elisabeth, einer Schwester des Fürsten Ernst her, die mit Graf Simon VI. zur Lippe verheiratet war. Ihr Sohn Philipp erhält den an Lippe gefallenen Teil Schaumburgs und wird damit zum ersten Graf zu Schaumburg-Lippe.

1748
Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (1748 - 1777)  ein bedeutender Staatsmann, Feldherr und Philosoph, errichtet die Festung Wilhelmstein im Steinhuder Meer.

1759 befehligt Graf Wilhelm in der Schlacht bei Minden die Artillerie und Preußen kann mit seinen Verbündeten den Vorstoß der Franzosen im Siebenjährigen Krieg stoppen.
Wilhelm hilft 1762 entscheidend bei der Verteidigung Portugals gegen Spanier und Franzosen und reformiert das portugiesische Heer. Er errichtet das Fort da Grassa in der Stadt Elvas an der spanischen Grenze.

1787
Nach dem Tode des des Nachfolgers Graf Philipp Ernst (1777 - 1787) besetzt Hessen im Handstreich Schaumburg-Lippe. Fürstin Juliane erzwingt als Vormünderin ihres Sohnes Georg Wilhelm mit Hilfe England-Hannovers den Rückzug.

1807
Georg Wilhelm (1807 - 1860) übernimmt die Regierung und nimmt den Fürstentitel an. Als gewandter Geschäftsmann begründet er das Hausvermögen.

 1860
Fürst Adolf Georg (1860 - 1893) folgt nach dem Tode seines Vaters. Er nimmt als einer der deutschen Bundesfürsten an der Kaiserproklamation 1870 in Versailles teil.

1893
Fürst Georg (1893-1911) erweitert Schloss Bückeburg um einen Festsaalflügel im neubarocken Stil und baut die beiden Kavalierhäuser. Der Schlosspark wird nach Süden ausgeweitet.

1911
Fürst Adolf (1911 - 1918), der Erbauer des Mausoleums im Schlosspark, modernisiert das fürstliche Bad Eilsen durchgreifend und legt einen Golfplatz südlich des Schlosses an. Für die Kurgäste lässt er vom Bückeburger Bahnhof eine Bahnlinie nach Bad Eilsen bauen.

1918
Nach der Novemberrevolution dankt Fürst Adolf am 15. November 1918 ab und zieht an den Starnberger See. Ein Staatsvertrag regelt 1920 die Aufteilung der fürstlichen Liegenschaften.

1936
Fürst Adolf und seine Gemahlin sterben bei einem Flugzeugabsturz in Mexico. Fürst Wolrad (1936 - 1962), ein Bruder Adolfs, übernimmt mit dem Familienvermögen auch die fürstlichen Wirtschaftsbetriebe. Die britische Rheinarmee besetzt Stadt und Schloss Bückeburg bis 1952.

1962
Fürst Philipp Ernst (1962 - 2003) saniert die fürstlichen Betriebe und zieht von Schloss Hagenburg nach Bückeburg.

2003
Sein Sohn Alexander wird Chef des Hauses Schaumburg-Lippe. Er setzt seinen persönlichen Schwerpunkt auf die weitere Öffnung von Schloss Bückeburg mit kultureller Ausrichtung.